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TOURISTICHE AUSKÜNFTE

PESARO UND URBINO PROVINZ

La rocca Roveresca di notte

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Die Provinz Pesaro und Urbino ist die nördlichste  Provinz der Region „Marken“ und stellt aus touristischer Sicht einen strategisch interessanten und wichtigen Standpunkt dar: eingebettet zwischen der Adria und den Bergen des Appenins, angrenzend an die Emilgia Romana, Toskana und Umbrien, ist es der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge und Besuche in ganz Mittelitalien.Dieser Landstrich beinhaltet eine Vielzahl von Eindrücken, geprägt durch die Jahreszeiten: die Farbpalette reicht vom satten Grün der Wälder bis zum tiefen Blau des Meeres. Das harmonische Gesamtbild erstreckt sich vom milden Küstenland  über sanfte Hügel mit ihren mittelalterlichen Ortschaften, Burgen und Sehenswürdigkeiten, bis hin zur gebirgigen Region des Appenin. Geschichte und Umgebung ergeben ein sympatisches Ganzes. Urbino hat die ursprüngliche Atmosphähre der idealen italienischen Renaissancestadt bewahrt. Hier ist das ehemalig Hoheitsgebiet der Adelsfamilie Montefeltro, reich an Burgen und Ruinen auf unwegsamen Felsen, Heiligtümern und Pfarreien auf offenem Hügelland oder an Waldrändern, fürstliche Paläste und feierliche Herzogshöfe in den mittelalterlichen Orten. Ferner lädt das unerschöpfliche Angebot an kulinarischen Genüssen und guten Weinen ein, die Gastfreundschaft dieser schönen Provinz zu erleben und zu genieβen.

 

Piero Della Francesca, Ritratto di Federico da Montefeltro

San Leo

Piazza del Popolo a Pesaro Palazzo Ducale, Urbania.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


DER "MONTEFELTRO"

Torricini

Die Stadt Urbino, 35 km landeinwärts von Pesaro, ist die histotische Hauptstadt des gleichnamigen Herzogs und ein Muβ für jeden Besucher, der auf alten Wegen die Provinz durchstreift.
Mit dem monumentalen Palazzo Ducale, der die prächtige Nationalgalerie der Marken beherbergt, mit den vielen Kunstschätzen in Kirchen und Klöstern, mit dem Geburtshaus von Raffaello und etlichen Patrizierhäusern entlang seiner charakteristischen Straβen und Gäβchen, ist Urbino die Stadt mit den meisten Überraschungen und Faszinationen.
Seine exponierte Lage mit herrlichem Panoramablick über Hügel und Schluchten hat schon die groβen Meister der Rennaissnce zu Zeiten der Adelsfamilien Montefeltro und Delle Rovere begeistert und inspiriert.
Ein Ausflug in nordwestliche Richtung führt zum Monte Carpegna (1415m), welcher schon an die Toskana und Emiglia Romana angrenzt, und weiter, im oberen Marecciatal, zum Monte Perticara (883m).
Man nimmt die Straβe von Urbino Richtung Foglia-Tal und gelangt nach Sassocorvaro (331m), das einen wunderschönen Ausblick auf den Stausee von Mercatale bietet. Der Ort wird von der eindrucksvollen Burg beherrscht, die einst der berühmte Baumeister Francesco di Giorgio Martini errichtet hat und der Hauptsitz des Adelsgeschlechts Ottaviano Ubaldini war.
Von Sassocorvaro aus, immer dem Foglia-Tal folgend, kommt man über Lunano (297m) nach Piandimeleto (320m), das von der beindruckenden  Burgfestung der Grafen Oliva überragt wird, und dann weiter nach Bellforte all’Isauro.
Um von hier zurückzufahren, zweigt man  Richtung San Sisto ab und gelangt, entlang des Tales des Mutino nach Frontino (530m), wovon man einen herrlichen Blick auf die flachen, felsigen Berge des Sasso Simone (1204m) und Simoncello (1221m)  hat. An der Gabelung bei Caturchio fährt man bergab nach Carpegna  (784m), das am Fuβ des gleichnahmigen Berges liegt. Sehr beeindruckend ist hier der Palazzo aus dem 16. Jahrhundert,der noch von dem alten Adelsgeschlecht der „Carpegna“ bewohnt wird. Um 962 teilte der Kaiser Ottone das Land in Lehensbezirke auf und aus dieser Familie der Carpegna gingen wiederum  drei Adelsgeschlechter , u.a. die der Montecopiolo und der Montefeltro hervor.
Nach dem Ort Carpegna, entlang des steilen Berghanges, kommt man auf die Straβe nach Pennabilli (570m). Der Ort wird von zwei charakteristisch aufragenden Felsen Roccione und Rupe überragt, worauf die Ruinen des Schlosses der Billi zu sehen sind. Nicht zu vergessen ist auch der 3. Zweig der Carpegnafamilie Pietrarubbia, welche diesen Ort  schon vor den Familien Verucchio und Malatesta für sich eingenommen hatten.
Von Pennabilli aus fährt man bergab ins Marecchia-Tal und diesem in nordöstlicher Richtung folgend, erreicht man das moderne Novafeltria (293m). Von dort aus geht’s bergan nach S. Agata Feltria, wo einst der äuβerste Schutzwall des Fürsten von Urbino gegen die Emiglia Romana, unmittelbar hinter der Rocca Fregoso, war.
Auf dem Rückweg fährt man erneut durch Nova Feltria, um wieder bergan das Marecchia-Tal bis zur Abzweigung nach Maiolo (590m) zu fahren. Der Ort ist schon von weitem sichtbar durch seine Lage auf einem kegelförmigen  Hügel, auf dem die Ruine der antiken Burganlage steht, welche durch einen verheerenden Erdrutsch in der Nacht vom 29. auf 30. Mai 1700 zerstört wurde.
Weiterfahrend Richtung der Abzweigung nach Madonna Pugliano, erreicht man San Leo (589-639m), eine enorme Festung auf einem steil abfallenden  Felsmassiv: uneinnehmbar die antike Burg am Rande des Felsens. Der Ort selbst beeindruckt mit seinen schönen Häusern und prächtigen Kirchen auf der gegenüberliegenden Seite des Steilhanges.
Zurück nach Madonna Pugliano, fährt man nach Villagrande in der Gemeinde von Montecopiolo. Der Ort,einst die Wiege der Grafschaft der Montefeltro, hat seinen ursprünglichen Charme erhalten, ist heute ein bemerkenswerter Skiort und einen Besuch zwischen den Fluβtälern des Marecchia und Conca wert.
Folgt man dem Conca-Tal bergab kommt bald Monte Cerignone (536m) in Sicht,welches spektakulär auf einen Felssporn thront. Seine malerischen Pflastersträβchen steigen bis zum antiken Burggebäude empor.
Verläβt man den Ort in südliche Richtung und fährt durch die Hügel, welche das Conca- vom Foglia-Tal trennen, erreicht man Macerata Feltria (321m). Der  Ort wurde neben der antiken Ansiedlung „ Pitinum Pisaurense“ auf dem nahen Hügel unmittelbar hinter dem Tal des Wildbaches Apsa, errichtet. Beeindruckend ist die alte Befestigunsanlage; der Turm und der Bürgermeisterpalast wurden zu einem Museum umfunktioniert. Auch dieses ist eine der vielen Ansiedlungen, welche Federico da Montefeltro von Sigismondo Malatesta entrissen wurde, als  sich im Jahre 1463 die komplette Niederlage der Signore di Rimini und die triumphierende Zukunft des Duca von Urbino abzeichnet.  
Nehmen wir wieder die Straβe auf, welche schlieβlich nach Mercatale di Sassocorvaro zurück kommt, um die lange Reiseroute quer durch das Gebiet der Montefeltro zu vervollständigen.

 

DER METAURO TAL

Ankunfts – und gleichzeitig Ausgangspunkt des Metauro-Tales ist Fano, das antike „Fanum Fortunae“ mit seinem historischen Altstadtkern, reich an Sehenswürdigkeiten: von der Römerzeit bis ins Mittelalter, von der Renaissance bis zum Barock.

Fahren wir das Metauro-Tal hinauf und machen die erste Rast in Calcinelli, wo sich zwei verschiedene Routen  durch die Hügel mit eindrucksvollen Dörfern und Burgen auftun.

Die erste Route beginnt am nördlichen Hang über dem Fluβ und führt zuerst nach Saltara (160m), einem anmutigen,kleinen Ort, auffallend durch seinen impossanten Mauerring, welcher auch das antike Schloβ einfriedet.

Wir fahren weiter bergan durch die grünen Weinberge, vorbei an silberglänzenden Olivenbäumen und gelangen nach Cartoceto (235m). Die antiken Häuser des charakteristischen Ortskerns sind fächerartig um den Hang gruppiert, welcher von dem Klosterinternat Santa Maria della Misericordia aus dem 19. Jahrhundert überragt wird.

Der Straβe weiter bergan folgend, kommt man zwischen den Tälern des Metauro und Foglia nach Mombaroccio (311m), welches komplett von den robusten Mauern aus dem 14. Jahrhundert umgeben ist. Hier finden wir das antike Kloster von Beato Sante (393m), ein wahres Schmuckstück, das sich in einem dichten Wald aus Eichen, Steineichen, Sommereichen und Kastanien befindet.

Zurück nach Calcinelli, treffen wir auf die zweite Route durch die Hügellandschaft. Sie beginnt am südlichen Hang über dem Metauro-Tal; man überquert den Fluβ bei der langen Brücke und erreicht M. Maggiore al Metauro (197m), welches einen wirklich grandiosen Ausblick über das mittlere Metauro-Tal bietet.

Man folgt der Provinzstraβe, die sich über die Hügelkämme schlängelt,welche das Metauro-Tal von dem des Cesane trennt. Man fährt vorbei an Piagge und S. Giorgio di Pesaro, antike Burgen, die beide von Mauerringen umfriedet sind, und kommt nach Orciano di Pesaro (249m). Der Ort ist schon durch seinen herausragenden Glocken- und Burgturm von weitem zu sehen. Die wunderschöne Renaissancekirche S. Maria Nuova, ein Werk von Baccio Pontelli, lädt zu einem Besuch ein.

Von Orciano kann man zurück nach Calcinelli und dann der alten Straβe „Via Flaminia“ nach Fossombrone folgen. Der Stadtkern liegt in einer Talenge zwischen den Ausläufern der Cesane und dem Steilhang des Hügels Cappuccini. Die Stadt ist geprägt vom dichten Gewirr alter Hausdächer, die von dem Glockenturm der Hauptkirche und von den Fassaden der Adelspaläste überragt werden; darüber thront die erhabene Burg, der Hof der Montefeltro, und weiter über der mittelalterlichen Stadt auf der Spitze des Hügels San Aldebrando liegen die Ruinen der ehemaligen Festung.

Man verläβt Fossombrone Richtung Westen bis zur Gabelung, wo die Straβe nach Urbino hinauf führt. Fährt man hingegen links, folgt man dem oberen Metauro-Tal und kommt nach Fermignano. Der massive Verteidigungsturm steht direkt an der malerischen Brücke, welche mit drei Bögen den Fluβ überspannt, der hier einen abgestuften Wasserfall bildet.

Man fährt weiter nach Urbania (273m), das antike „Castel Durante“, eine reizende Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Sie wird von drei Seiten vom Fluβlauf des Metauro und vom antiken Mauerring,teilweise umspült vom Fluβ, umgeben. Aus dem Mauerring ragt die Vorderseite des Palazzo Ducale heraus, das Gebäude, in dem Francesco Maria II Della Rovere im Jahr 1631 seine letzten Tage verbrachte. Urbania besitzt viele schöne Kirchen; besonders ist die Chiesa dei Morti mit ihrem makaberen Friedhof der Mumien. Berühmt ist auch die sogenannte Ponte dei Cocci auf deren Brückengeländer die Töpfer ihre modellierten und bemalten Vasen, Teller und Schüsseln für eine Weile an der Luft trocknen lassen.

Das Metauro-Tal ist ein Gebiet mit uralter Tradition und Geschichte: die historische Schlacht am Metauro (207 vor Christus), welche die Niederlage und den Tod des Cartagners Asdrubale durch römische Legionäre des Claudio Nerone und Livio Salinatore besiegelt hatte.

Unmittelbar auβerhalb von Urbania befindet sich das beeindruckende Bauwerk „Barco Ducale“, Jagd- und Sommerresidenz der Fürsten von Urbino.

Weiter dem Metauro-Tal folgend, sieht man rechterhand, auf einem bizzaren Hügel liegend, das antike Schloβ von Peglio (534m). Ein Abstecher dorthin lohnt sich schon wegen des wundervollen Rundum-Panoramas.

Der Talstraβe folgend, gelangt man nach Sant’ Angelo in Vado (359m), das antike „Tiphernum Mataurese“, ein liebenswürdiges Fluβfurt bewachte. Es gibt einige schöne Kirchen und Paläste und den „Campanon“, ein streng anmutender Stadtturm, welcher bei dem zeitgenössischen Palazzo della Ragione steht. S. Angelo in Vado ist eine der Heimatstädten des wertvollen, weiβen Trüffels ( tuber magnatum pico) und hier beginnt das Gebiet des hohen Appenins in dieser Provinz.

Weiter Richtung Appenin kommt man nach Mercatello sul Metauro (429m), ein weiterer, kleiner Ort mit Sehenswürdigkeiten: wie z.B. die mittelalterliche Kirche S. Francesco mit dem berühmten „gekreuzigten Christus“ von Giovanni di Rimini. Es gibt ein interessantes Museum mit Gemälden aus dem 13. Jahrhundert und den majestätischen Palazzo Gasparini, welcher heute Sitz der Gemeindeverwaltung ist.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir Borgo Pace (449m), ehemalige Wegstation im Zentrum des  Bergmassivs Massa Trabaria, im weiten Gebiet des Appenin. Zurückgehend bis in die Römerzeit, kamen von hier die Baumstämme (trabes), welche für die Dachstühle der römischen Basiliken verwendet und im nicht weit entfernten Fluβlauf des Tiebers treiben gelassen wurden.

Hier teilt sich der Metauro in seine beiden Quellflüβchen Meta und Auro, welche bereits über der Grenze zur Provinz Arezzo, in der wundervollen Bergwelt der „Alpe della Luna“ entspringen.

 

 

 

 

 

 

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